@speedymiguelito
Samstag, 24. Mai 2008
Notfall/ Emergency in den USA
Dort angekommen suchten wir einen Kollegen, der uns in dieser Sache helfen kann. Der rief dann auch gleich die Teamassistentin an, um zu fragen was denn nun die Prozedur ist. Gegenueber vom Buero ist naemlich auch ein kleines Krankenhaus ansaessig, dass sich ja in diesem Falle anbieten wuerde. Da wir zwar auch im Ausland krankenversichert sind, und dies noch dazu ein Notfall war, wir aber erst mal die Kosten vorstrecken muessen, bevor die Krankenversicherung uns dieses wieder ersetzt, verkomplizierte sich die Sache beim Erklaeren der Teamsassistentin ein wenig - aber im Krankenhaus gegenueber bekamen wir dann einen Termin um 10h.
In der Zwischenzeit lief ich im Buero auf und ab wie ein Löwe in seinem Käfig! Die Schmerzen sind echt komisch - man kann nicht liegen, sitzen, will sich den Schmerz wegbewegen, aber es hilft nicht. In der Zwischenzeit rennt man aufs Klo, weil man denkt man muss mal oder weil man sich ein weiteres mal uebergeben muss.
Nun gut...beim Arzt angekommen ging die Untersuchung los: Blutdruck wurde gemessen, Grösse und Gewicht festgestellt, Fragen gestellt - soweit alles gut. Irgendwann kam er dann zu dem Schluss, dass es wohl die Gallenblase sein kann. Um dies festzustellen wolle er mir Blut abnehmen und einen Ultraschall des oberen Bauchs durchfuehren lassen. Im Haus sei ein Labor dafuer und ich solle schnell runtergehen, damit man mich irgendwie reinschieben kann.
Meine Frage, ob er mir nicht in der Zwischenzeit etwas gegen die Schmerzen geben koennte wurde leider negativ beantwortet! Man hat in den USA im Krankenhaus/ beim Arzt KEINE MEDIKAMENTE zum verabreichen vorraetig - alles streng kontrolliert usw. Er hat mir dann aber ein Rezept geschrieben, dass Christoph in der Zeit wo ich auf den Ultraschall gewartet habe, besorgen ging.
Beim Ultraschall angekommen, sagte mir die nette Dame beim Empfang, ich solle mich gedulden...leichter gesagt als getan, wenn man sich bewegen will und man doch sitzend warten muss. Irgendwann kam sie dann wieder auf mich zu und fragte fast besorgt, ob ich das wirklich machen lassen moechte. Warum? Nun, der Ultraschall alleine kostete in diesem Krankenhaus fast 1400,- US$ (in Worten: eintausendvierhundert US-Dollar!)! Hinzu kommen dann noch die Blutuntersuchung und der Spezialist der diese Untersuchungen auch noch auswerten muss (das macht nicht der Doc oben wo ich schon war)! Ich sagte brav dankeschoen und dass ich in 3 Tagen wieder in Mexico City sei, wo ich das dann machen lassen wuerde. Das hab ich dem Doc oben auch noch mal erzaehlt und mit 140 US$ mehr im Minus auf meiner Kreditkarte wurde ich dann wieder entlassen. In der Zwischenzeit kamen meine Schmerzpillen und ich war froh als ich wieder im Bett lag. Das ganze war dann mittags irgendwann abgeflaut und am naechsten Tag komplett weg.
Zurueck in Mexico hab ich mir dann die Untersuchung doch noch gegeben. Der Ultraschall hier, inkl. Blutabnahme und weiteren Tests hat sage und schreibe ein bisschen mehr als in den USA gekostet - nur das Waehrungskennzeichen hat sich geaendert: 1500 PESOS habe ich hier bezahlt!
Resultat der ganzen Geschichte ist nun: mehrere kleine Gallenblasensteine/ -Sand und ein relativ grosser von 1,4cm der mir hier zu schaffen macht. :-((
Sonntag, 18. Mai 2008
New York City weekend
Wie vorher schon mal beschrieben landeten Ana und Virginia, die Frau meines Kollegen, gegen 15h in Newark. Wir hatten es ehrlich gesagt nicht eilig puenktlich vor Ort zu sein, nachdem wir bei unserer Ankunft selbst in JFK fast 2h gebraucht hatten.So gingen Christoph und ich nachdem wir in Newark angekommen waren erstmal in einen WalMart shoppen und sind dann gegen 15:30h-16.00h auf den Parkplatz des Flughafen eingebogen. Was soll ich sagen: als wir so langsam ins Terminal einliefen, standen die Maedels schon mit Koffern nach der Migration da und warteten auf uns...also konnte das NYC weekend beginnen ;-)
Freitag spaetmittags vom Flughafen in die Stadt zu fahren erinnerte alle von uns an Mexico City. Eine Blechlawine rollte durch die Stadt, sodass wir sage und schreibe ueber 2h brauchten um ins Hotel zu kommen. Dazu kam noch ein relativ bescheidenes Wetter mit Regen und eine kleine Sightseeing-Tour in unserem Lincoln durch Manhattan (nachdem es sowieso nirgends vorwaertsging, sind wir einfach mitten durch die Stadt) - super gut!
Angekommen im Hotel beschlossen wir uns in einer halben Stunde zum Abendessen zu treffen.
Das Hotel selbst bot hier keine Alternative an, da das "Restaurant" lediglich zum Fruehstuecken da ist. Also bei der Rezeption nachgefragt und ab mitm Taxi nach Queens Zentrum.
Niemand wollte eigentlich was grosses und doch hatte keiner Lust auf Hamburger oder so. Da fiel der Blick auf ein kleines schnuckliges Restaurant, dass zuerst wie ein Italiener aussah.
Dort angekommen wurden wir eines besseren belehrt: Der Besitzer war zwar Italiener und schon in der 2. Generation in NewYork, das Restaurant selbst aber sei mit einer rumänischen Küche ausgestattet. Das fanden wir Europäer sowieso cooler als Burger oder Pizza also blieben wir.
Es gab zusaetzlich auch Live Musik einer netten aelteren Dame, die von einem Keyboard beim Singen begleitet wurde. Die Sängerin war echte Rumänin, sagte man uns, aber sie kann auch andere Sprachen singen. Und so kam es, dass die gute Frau englische, französische (Edith Piaff), jüdische und sogar deutsche Lieder an den Tag brachte.
Um nun den multi-Kulti Ansatz abzurunden - der Taxifahrer hin war aus Ecuador (sprach also spanisch), der Taxifahrer zurueck ins Hotel war aus der Dominikanischen Republik (sprach also spanisch) und die Bedienung im Restaurant war Mexikaner (sprach also spanisch). Ich meine, man kann tatsaechlich in NY oder gar in den kompletten USA leben und allein mit Spanisch
zurechtkommen.
Das Essen nebenbei bemerkt war Spitze...sehr gut im Geschmack und schoen angerichtet!
Nachdem uns der italienische Wirt aus dem rumänischen Lokal mit rumänischer/ jüdischer Sängerin, deutschem Liedgut und mexikanischem Service noch einen Grappa spendiert hatte, machten wir uns wieder auf den Hotelweg, denn morgen frueh sollte es ja rein in die grosse Stadt gehen.
Am naechsten Morgen also gegen 9h fuehrte uns der Weg zur Metro Station, die uns in nur 15min an den Times Square brachte - sehr gute Nahverkehrswege in NY!Hier trennten sich dann die Wege von Christoph/ Virginia und Ana/ Michael. Wir wollten uns natuerlich in den Touri-Bus setzen und einen ersten Blick der Stadt gewinnen - die anderen Beiden kannten NY schon und sind eher des shoppings hierher geflogen. Dafür ist aber ein anderer Kollege (Mexikaner), der auch mit uns in Philadelphia weilt, mit auf den Bus gesprungen. Typisch Mexikaner halt, kam er ne gute halbe Stunde zu spaet, aber dann wurde es ein super duper knueller Tag (selbst das Wetter spielte mit und die Sonne kam heraus).
Das erste was wir besichtigen wollten war das Empire State Building. Ich kann jedem nur empfehlen das zu machen - nur Zeit sollte man sich dafuer nehmen oder eben sehr frueh morgens oder spaetabends das Gebauede aufsuchen. Wir waren da natuerlich zur "Rush-hour" Samstags dort und mussten uns mit 1,5h Wartezeit begnuegen, bis wir in die Aufzuege konnten - aber wie gesagt einen Ausflug wert. Man hat ne super Sicht von dort oben und ist neben dem Rockefeller Center die meistbesuchte Aussichtsplattform (nachdem die zwei Zwillingstuermchen nicht mehr stehen).
Danach wieder rein in den Bus...hop-on und hopp-off...5th Avenue...So-Ho...Chinatown und little Italy (wo wir Mittagessen waren)...Freiheitsstatue...Wall Street...und dann irgendwann wieder zurueck zum Times Square.Das Ticket das wir gekauft haben schloss eigentlich 4 verschiedene Routen mit ein - wir schafften gerade mal eine!!! ABER es war auch eine Night-tour mit dabei, und so konnten wir ein wenig Brooklyn mit herrlichem Ausblick auf Manhattan bei Nacht geniessen.
Unter der Brooklyn Bridge gibt es dann das beste Eis (und eine kleine Eisfabrik) New Yorks. Dort hielt dann auch der Touribus um sich eines zu genehmigen und natuerlich um Bilder zu machen. Ab da wurde es leider bissl unangenehm - der Regen meldete sich zurueck. Es wurden Regenumhaenge verteilt, wir waren also relativ trocken, aber es war sehr windig. Das machte es nicht gerade einfach ;-)
Trotzdem haben die beiden Jungs, der Touriguide und sein Fahrer noch ein Schmankerl ausgepackt. Und zwar sind wir so nahe wie es nur ging an Ground-Zero gekommen. Trotz Nacht wurde dort noch geschuftet - es soll ja ein neuer (Freedom-)Tower her. Wenn man so an dem Platz vorbeifaehrt und sieht wieviel Grundflaeche die beiden Tuerme weggenommen haben, dann kriegt der Zusammenfall dieser Beiden einen ganz anderen Ausmass - gewaltig sag ich nur! Sonst ist da selbst eigentlich nichts zu sehen. Zurueck an den Times Square kamen wir so kurz vor 1h morgens...wir waren also den ganzen Tag im Bus gesessen und haben doch weniger als die Haelfte gesehen. Von da hat uns Rodrigo eine Fahrt in unser Hotel spendiert und ist dann direkt wieder nach Philadelphia gefahren. Wir hatten bis auf Fruehstueck und nochmal nen kleinen Spaziergang in Chinatown nichts mehr vor, bevor die Maedels wieder nach Mexico City abfliegen mussten.Also gesagt und getan: Fruehstueck in So-Ho, Sonntags-Spaziergang ueber einen kleinen Flohmarkt und dann gegen 14h wieder auf dem Weg zum Flughafen unsere Frauen abliefern. Das war dann kurz und schmerzlos...in 5 Tagen waren wir ja auch wieder in MEX.
Auf jeden Fall war es eine Reise wert und bei naechster Gelegenheit (diesen Text hab ich hier vor Ort beim Kunden geschrieben) lade ich auch noch ein paar Fotos hoch - update: Fotos hochgeladen!.
Donnerstag, 15. Mai 2008
unser Auto in USA
Nach Ankunft in New York JFK gab es eine RIESENschlange vor der Migration und wir haben da gute 2h mit Warten verbracht bis wir die Fuesse auf US-Amerikanischen Boden stellen durften. Uns selbst wurden keine bloeden Fragen gestellt, aber der Prozess mit Fingerabdruecken und Foto dauert eben doch ein wenig. Nun gut...danach mit dem Air Train Richtung Autovermietungsterminal gefahren und direkt zu Hertz. Meine Frage, ob es denn bei 2 Wochen Auto Mieten kein upgrade gibt, wurde mit einem Besuch vom Supervisor beantwortet: Yes, that's possible, Sir! ;-)

Ganz kostenlos war dies zwar nicht, aber fuer 25 USD/ Tag mehr konnten wir uns dann zwischen den Brummern Lincoln Navigator oder Cadillac Escalade entscheiden. Ich bin beide noch nicht
gefahren und wir entschieden uns diesmal fuer den Lincoln.Das Auto ist gross - sehr gross! Ich kann mich nicht erinnern in einem groesseren, hoeheren und staerkerem SUV gesessen zu haben. Natuerlich bewegen uns standesgemaess 8 Zylinder in einem 5.4liter V-Motor mit 300PS und Luxus pur! ;-)
Selbst ein Sirius Satelliten Radio und ein Navigationsgeraet (ohne Aufpreis) sind mit drin.
Den Verbrauch moechte ich hier allerdings nicht kommentieren - das nehmen wir einfach wie es kommt. Diese Woche iss nun auch fast schon rum. Wir hatten jetzt 3 Tage ein sehr theoretisches SAP Technical Quality Manager training mit anschliessender Zertifierung, die wir alle 3 (noch weitere 2 Kollegen sind mit mir hier) mit Bravour bestanden haben. Heute machen wir ein bisschen Buero...sitzen hier Ami-typisch in cubes (Wuerfeln) und lassen es ruhig angehen. Vielleicht machen wir heute nachmittag einen Abstecher nach Philadelphia Downtown - Touribus oder so.
Auf jeden Fall geht es morgen nach New York City:Die Maedels kommen gegen 15h mittags in Newark, ein bissel ausserhalb von New York City an und so hoffen wir auf nicht allzu lange Migrations und Wartezeit. Ab da beginnt dann unser Wochenende im Big-Apple:
Samstag, 10. Mai 2008
Caracas - ein paar Eindrücke
Wie versprochen kommt hier noch ein eigener Beitrag (Nachtrag) zu meinem Caracas trip Anfang April.Im Allgemeinen kann man sagen, dass sich alles um Chavez und seine Politik dreht (siehe erstes Bild): Antiimperialismus, moderner Sozialismus, etc.
Er privatisiert alles was geht - der letzte Streich war die Privatisierung der Zementwerke und -Firmen. Darunter auch CEMEX, der mexikanische Zementvertreiber und unter den Top3 in der Welt! Aber auch Holcim (schweizerischer Herkunft) muss darunter leiden. Begründung seines Miniseriums war, dass die ausländischen Zementhersteller das Zement kaum den Venezulanern zur Verfügung stellen und alles nur exportieren, um es teuer zu verkaufen. Das waere auch der Grund für den Mangel an bezahlbaren Haeusern fürs Volk!
Und er arbeitet natuerlich nur fürs Volk!Im Fernsehen gibt es einen eigenen Chavezkanal, der immer nur die Vorzüge von ihm und seiner Politik zeigt, es gibt Interviews mit Sympathisanten, das Fernsehen ist auch auf den Märkten immer dabei, wenn es vergünstigte Waren gibt etc.
Chavez reguliert auch die Devisen - vor allem den Dollar. Das geht soweit, dass jeder Bürger maximal 5000 USD/ Jahr wechseln kann. Dadurch blüht der Schwarzmarkt und die Inflation. Der offizielle Lurs Bolivar zu Dollar ist 1:2,15. Auf dem Schwarmarkt haben wir 1:4 für jeden Dollar bekommen - also fast das doppelte. Dadurch haben sich natuerlich auch die Preise fast halbiert und die Inflation für uns wurde geschmälert. Ein Hamburger im Hotel kostete fast 20 US-Dollar. Nimmt man nun den Schwarzmarktkurs sind das nur noch....rechnet mal selber ;-)
Venezuela ist trotz alle dem furchtbar teuer - insbesondere für Einheimische!
Caracas selbst sieht sehr alt aus...seit fast 20 Jahren wurde hier nicht wirklich investiert. Das Zentrum ist dreckig, fast verlassen und überhaupt nicht (mehr) schön. Man sagte mal von Caracas nach, dass es das Paris Lateinamerikas ist - die Zeiten sind aber vorbei.Das geht soweit, dass vor knapp einem Jahr eine der Hauptbrücken eingestürzt ist, die zum FLughafen führt - das Chaos kann man sich ja vorstellen. Bei unserem Aufenthalt war das aber schon wieder geregelt.
Trotz der hohen Kosten und Inflation sieht man aber keine Bettler, Fensterputzer oder Feuerschlucker auf den Strassen. Anscheinend werden die Leute in ihren Vierteln "gehalten".
Nachts sieht man keine Polizei auf den Strassen - die wird fuer ihre Arbeit anscheinend nur tagsueber bezahlt ;-) Caracas hat somit 2 Gesichter: tagsüber und nachts!
Freitag, 9. Mai 2008
Ich war noch niemals in New York...
Aber das ändern wir nun am Wochenende 16.-18.05.2008.
Ich darf am Sonntag für 2 Wochen nach Philadelphia, USA auf 2 training Kurse. Dabei geht der erste "nur" 3 und der zweite ganze 4 Tage. Dazwischen habe ich ein langes Wochenende 'frei' und somit steht einem New York City Besuch nichts im Wege, was lediglich 2-2,5h von Phily entfernt ist. :-))
Ana hat am Freitag gegen 15h touchdown in Newark, wo ich sie abhole und dann Richtung Holiday Inn im Stadtteil Queens chauffiere. Bis Sonntag gegen 17h, wo dann wieder ihr Rückflug anzutreten ist, machen wir Manhattan, die Bronx, Soho, etc unsicher.
Zunaechst werden wir den roten Doppeldecker-Touribus bitten, uns durch die Metropole zu führen und dann das eine oder andere näher betrachten.
'Big Apple', we´re comin'...
Freitag, 18. April 2008
Miguel Bose im Auditorio
Die Karten haben wir bestimmt schon vor 6 Wochen gekauft, denn es war abzusehen, dass es ausverkauft sein wird - so kam es dann auch.
Wir sind auch nicht alleine gegangen, sondern mit der halben Familie - 11 Personen, uns mit eingeschlossen, waren es am Schluss: Anas Eltern, Irma und Ismael, Chata und Oscar, Ariadna mit Mama, Consuelo und wir. Es war ne Riesengaudi fast die ganze Sitzreihe in Beschlag genommen zu haben. Das Konzert war spitze, Miguel Bose spielte all seine Hits von oben genannten Album, nur die Show haette ich mir spektakulärer gewünscht.Das Geld aber war es auch allein schon wert, die Mexikaner aufgelöst und eben Partylike in einem "normalen" Konzert zu erleben. Tanzen auf den Stühlen, mitsingen (grölen) und einfach aus sich rausgehen - vom 12 jährigen Mädel bis zur 65 jährigen Omi ging die Post ab ;-)
Nebenbei war es das erste mal für mich im Auditorio Nacional - auch das ein Erlebnis.
Donnerstag, 17. April 2008
Lebenszeichen
Die letzten Wochen waren doch eher vollgepackt und somit ist hier ein wenig Ruhe eingekehrt.
Highlights waren zum Einen meine Woche in Carcas, Venezuela (eigener Bericht folgt), dann hab ich einen unserer Vetriebler für 3 Tage nach Costa Rica auf einen workshop begleitet (echt ne Reise wert!!!) und das wichtigste zur Zeit: wir haben Besuch aus Deutschland. 2 befreundete Pärchen sind in MEX, machen Urlaub und Rundreise. Mit einem von Ihnen waren wir das letzte Wochenende auch wieder mal in Acapulco (Pie de la cuesta auf der Quinta Erika - sehr ruhig und wunderschön). Nebenbei involviert mich mein Jeffe hier mehr und mehr in Administrative Tätigkeiten, die meinen Tag dann abrunden.
Ich hoffe einfach mal in den naechsten Tagen eine ruhige Minute zu haben, um den einen oder anderen Bericht zu schreiben und damit den blog wieder auf Trab zu bringen.
Saludos!
Freitag, 28. März 2008
Ich bin Onkel!
Am Freitag, 28.03.2008 kam Luca Ivan mit knapp 7,5 Pfund zur Welt und bescherte mir den ersten richtigen Onkel-Titel.
Angeheiratet habe ich den Titel "Onkel" ja schon vorher mit Leonardo, Alejandra und Paulina (und all die entfernten jungen Familienmitgliedern in Deutschland wie in Mexiko), aber diesmal ist es direkter ;-))
Im Anschluss noch ein Bild vom jüngsten Familienzuwachs:
Donnerstag, 28. Februar 2008
Die Lufthansa iss ja wieder mal witzig!
Nicht nur weil erstens hier, anders als in Deutschland, der Gründonnerstagg und Karfreitag als Feiertag genommen wird (Ostermontag fällt dann natürlich aus) und die Woche nur noch aus 3 Arbeitstagen besteht, sondern auch weil der fixe Feiertag "Benito Juarez" (21.03.) dieses Jahr auf den variablen Karfreitag fällt und somit per Gesetz einfach der vorangegange Montag (17.03.) zum Feiertag erklärt wird. Ergebnis: mit 2 Tagen Urlaub oder Freizeitausgleich hat man eine ganze Woche frei! ;-)
Hintergrund hierbei sind wohl auch die schulpflichtigen Kinder, die über Ostern sowieso Ferien haben und erfahrungsgemäß die Eltern hier die Kinder in just dieser Woche vor Ostern sowieso nicht in die Schule geschickt haben.
Sei es drum...wir haben also eine Woche Frei mit lediglich 2 Tagen Urlaub!
Ana, die offiziell noch nicht über ihre 7 (!!!) Urlaubstage verfügen kann und darf, da sie noch kein komplettes Jahr bei ihrer Firma arbeitet, "bezahlt" diese Tage mit einem kleinen Abzug von ihrem Bonus. Ich dagegen, der in Guatemala damals am Samstag fakturiert und gearbeitet hat, bekomme 2 Tage Ausgleich (eine interne Abteilungsregelung) und muss dadurch meinen Urlaub gar nicht anfassen.
Also haben wir beschlossen einen Kurzurlaub ausserhalb Mexikos einzulegen. Da ein Kollege von mir mit seiner schwangeren Frau in Washington D.C. lebt und arbeitet und er uns schon seit längerem eingeladen hat, wollen wir also in die USA.
Da die Fluege hier über Ostern bis auf über das Doppelte im Preis steigen wie normal (Bsp.: Flug MEX - New York 800 USDollar!!!) und unser Flug also fast 1000 USD/ Person kosten würde, kam ich auf die Idee einfach mal Miles&More anzurufen und mein Glück mit einem Prämienflug zu versuchen. Und Überraschung: es ist tatsaechlich noch etwas frei. Zwar nicht von Samstag bis Sonntag, also alle Tage voll ausgenutzt, sondern erst Montag bis Sonntag und nur noch in business class. Na gut, wieviele Meilen kostet mich nun der Flug und was kosten die Steuern und Gebühren, war meine Frage und die Antwort kam prompt: 50000 Meilen/ Person + 113 EUR Steuern und Gebühren/ Person. Ich muss hierbei erwähnen, dass ich die Senator Hotline in Deutschland über Skype angerufen habe. Nebenbei iss mir aber aufgefallen, dass der Flug nicht direkt von MEX nach Washington geht, sondern dass wir in Charlotte, North Carolina zwischenlanden und das Flugzeug wechseln müssen. Fragen kostet erstmal nix, dachte ich mir, also gefragt ob es denn möglich sei in Charlotte auf dem Rückweg einen Stopover einzulegen und erst ein paar Tage später wieder nach MEX zu fliegen? Wieder eine überraschende Antwort: Ja, das sei möglich und es kostet nicht einmal etwas extra ;-)
Spontan wurde unsere Urlaubswoche geändert: Wir fliegen also nun Montags nach Washington, bleiben da 3 Nächte und fliegen dann Donnerstag nach Charlotte, um dort die restlichen 3 Nächte bei Anas Schwester zu verbringen, die in der Nähe von Spartanburg mit Family wohnt. Das trifft sich hervorragend, denn auch Gabriela ist Schwanger und erwartet ihr zweites Kind. Das letzte mal, dass wir die Ami-Familie gesehen haben war bei unserer kirchlichen Hochzeit im Mai hier in Mexico City.
Wir haben den Flug also erstmal reserviert und versucht jeden Tag telefonisch vielleicht doch noch nen Tag früher und auch in Economy fliegen zu koennen. Leider wurden wir aber enttäuscht - es war nichts mehr anderes verfügbar.
Nun gut. Miles&More hatte mir 3 Tage Zeit gegeben um den Flug endgültig zu bestätigen und heute war der dritte Tag. Ich weiss nicht warum, aber ich habe diesmal nicht in Deutschland, sondern die Hotline hier in MEX angerufen. Die Dame war nett, schickte mir die Bestätigung auch gleich nochmal per email zu und erklärte mir, dass zu dem Meilenabzug auf meinem Konto auch noch Steuern und Gebühren draufkommen. Ich habe mich dann lediglich vergewissern wollen, dass es wirklich nur die 226 EUR sind, die auf uns zukommen und oh weh, wieder eine Überraschung: es sind jetzt auf einmal nur noch 46 USDollar/ Person zu berappen.
Die Erklärung ist einfach. Da ich nun in Mexiko angerufen habe, werden Steuern und Gebühren aufgrund des Landes erhoben. Hier sind es bei weitem weniger Steuern und ich glaube gar keine Gebühren, so wie in Deutschland.
Ich konnte mir nur ein Lachen verkneifen und bedankte mich freundlich - somit bleiben mehr Dollars für den Einkauf in den Outlet Shopping malls....
Montag, 25. Februar 2008
1 Woche Bogotá, Kolumbien und 1 Tag in Panama City
Gesagt, getan und ich kann nun auch den Panama Kanal als besucht von meiner Liste streichen:


Ansonsten war Panama nicht besonders sehenswert...die Altstadt war ganz nett und man konnte vor allem den Riesenunterschied von Arm und Reich sehen. Auf der einen Seite werden Hochhäuser und Appartements gebaut, gebaut und gebaut und auf der anderen Seite leben ein Haufen Leute in so gut wie zusammenfallenden Häusern nebendran.
Von Bogotá selbst haben wir nicht viel gesehen. Der Zeitplan beim Kunden war so dumm gelegt, dass selbst am Freitag mittag noch bis 18h ein meeting angesetzt war. Naja, sei´s drum...der Service beim Kinden war gut und der Kunde zufrieden.
Allerdings haben wir Bekanntschaft mit der Polizei machen dürfen. Dienstagnacht nämlich, als wir nach dem Abendessen mit einem Taxi auf dem Weg ins Hotel waren, hatten wir einen Autounfall in Bogota. Wir waren auf der Hauptstrasse unterwegs, alle Ampeln auf Grün und trotzdem hat ein anderes Taxi uns nicht gesehen und seine rote Ampel überfahrend uns voll erwischt. Wir sind dann noch gegen einen relativ hohen Bordstein gerutscht und schliesslich an eine Hauswand gekracht.
Der Wagen der frontal zu uns steht war unser Taxi, das andere Taxi ist im Hintergrund gegen den Baum gekracht.Der Polizist war supernett und fast ein bischen lustig, hat dann unsere Personalien aufgenommen, die wir ihm auf einen Zettel geschrieben haben - natürlich hatte keiner von uns einen Ausweis oder sonstwas dabei - und uns noch Gute Besserung und einen guten Heimweg gewünscht.
Wir koennen echt von Glueck sagen, dass uns nichts schlimmer(es) passiert ist! Ich habe mir ein paar blaue Flecken an Arm und Bein geholt (ich sass im Taxi hinter dem Beifahrer) und Sven, der als Beifahrer vorne saß, traegt heute noch eine Halskrause.
Wenn einer eine Reise tut, der eben was erleben tut...
Freitag, 1. Februar 2008
Montag, 28. Januar 2008
Acapulco mit Ariadna, Oscar und Chata
Puerto Marquez, eine kleine Bucht/ kleiner Strand abseits der grossen Hotels:
...aber auch hier mit Wassersportmöglichkeiten ;-)
Der Ausflug war richtig klasse...hat Spass gemacht. Man glaubt gar nicht, dass ein paar Tage 'off' doch entspannen koennen ;-)Die Hinfahrt begann schon am Freitag mittag gegen 16h und wir waren in knapp 4h am Hotel in Acapulco - eine recht gute Zeit.
Die Rückfahrt hat sich da schon etwas schwieriger dargestellt: Bis etwas nach Cuernavaca, also ca. 25km vor D.F. brauchten wir 3,5h...für die restlichen 25km dann nochmal 2 Stunden!!!
Unglaublich wie sich das hinzog und wieviele Leute uebers Wochenende die Stadt verlassen. Es handelte sich hierbei um ein ganz normales Wochenende - man kann sich vorstellen, was einen an einem Bruecktag triftt, will man denn wieder nach Hause.
Mittwoch, 23. Januar 2008
Blitz, Donner und Stromausfall in D.F.
Nicht weiter daran gedacht, im Wohnzimmer den Blick nach draussen schweifen lassen, fliegen die ersten Blaetter, Zeitungen usw. bis hoch in den 7. Stock unseres Appartements!
Ein unheimlicher Wind ging durch die Strassen und wirbelte Staub und alles was sich nicht beschweren liess auf.
Blitze schlugen in die Stadt ein, vom Donner hoerte man nicht viel und auf einmal war der Strom und das Licht weg!
Bis wieder Saft durch die Leitungen floss, dauerte es in Teilen Condesas gute 3h - in anderen Stadtteilen fehlte er noch bis heute morgen (z.B. bei den Schwiegereltern!). Es sind Baeume umgefallen, es gab sogar Tote (vom Baum im Auto erschlagene!) und der Verkehr brach total zusammen, da auch Ampeln ausfielen.
Ana war beim Stromausfall noch gar nicht zu Hause und musste leider die 7 Stockwerke zu Fuss auf sich nehmen - logisch, dass der Aufzug auch nicht funktionierte.
Sonntag, 20. Januar 2008
Fahrradfahren in MEX - Autofreie Reforma



Die Veranstaltung ist recht schoen gemacht.

Dort angekommen war mir das Vergnuegen fast zu kurz und ich beschloss trotz des Verkehrs der immer auf den Zocalo zurollt (was machen all die Autos eigentlich da?) einfach mal in die Richtung loszuradeln. Kurz vorweg gesagt: es war gar nicht so schlimm ;-)
Meine Route fuehrte mich sogar noch weit hinter den Zocalo in das Zentrum, das erst von den ganzen 'ambulantes' (fliegende Haendler) befreit wurde. Ich waere wahrscheinlich gar nicht so weit reingefahren, wenn nicht auch da an jeder Ecke mind. 2 Polizisten stehen wurden.
Das Zentrum sieht wunderschoen aus, mit seinen Altbauten und Strassen, vielen kleineren Kirchen...irgendwann war es dann aber auch wieder gut und ich machte mich wieder auf dem Weg zur Reforma, die ich dann gemuetlich zurueck zur Metro Chapultepec radelte.
Auf dem Weg "nach Hause", beim Unabhaengigkeitsengel genau, habe ich mich noch fuer ne halbe Stunde mit einem Starbucks Kaffee auf eine Parkbank gesetzt und dem Treiben zugeschaut.
Nach insgesamt 2,5h, einem super Ausflug, einem Kaffee und einer roten Birne von der Sonne, kam ich dann wieder zu Hause an und freute mich auf die Dusche danach....
Freitag, 18. Januar 2008
Miguelito's iPhone
Das ist mein neuestes Spielzeug, dass ich mir hier gegönnt habe!Eine Kollegin war über Silvester in den USA und hat mir freundlicherweise für 399 US$ ein iPhone direkt aus dem Apple store San Diego mitgebracht.
Wer sich damit ein wenig beschäftigt weiss, dass die neueste Firmware Version nicht einfach so per Software geknackt werden kann, sondern nur mit Hilfe eine speziellen SIM zum Telefonieren mit anderen Providern ausser AT&T gebracht werden kann.
Nun, das iPhone 'jailbroken' hatte ich schnell - was mir dann fehlte war diese spezielle SIM; denn ich will ja mit dem Ding auch telefonieren. Nach etlichen Suchen und Versuchen bin ich dann endlich auf einen Händler in Puebla gestossen, der mir die SIM dann auch endlich am Donnerstag zugeschickt hat.
Seit diesem Abend bin ich kräftig am Testen, ausprobieren, installieren von Drittabbieter Software usw.
Bisher kann ich nur davon schwärmen und sagen, dass es auf jeden Fall ein positiver Kauf ist!

